Autor Thema: Berlin / Neuköllner Hindutempel / Sri Ganesha  (Gelesen 3518 mal)

Offline Baladeva

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Berlin / Neuköllner Hindutempel / Sri Ganesha
« am: November 06, 2007, 04:24:56 Nachmittag »

Erster Spatenstich für Neuköllner Hindutempel

In rund drei Jahren soll am Rande des Volksparks Hasenheide in Berlin Neukölln, Europas drittgrösster Hindutempel eröffnet werden. Am Sonntag wurde der symbolische erste Spatenstich gefeiert.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 05.11.2007)
 
Zitat
BERLIN - Wenn man erst mal zwei Jahre gewartet hat, macht eine dreiviertel Stunde mehr oder weniger den Bock auch nicht fett. Es ist 11 Uhr 45, als Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) am Sonntag in die nasse Erde der Neuköllner Hasenheide sticht. Vilwanathan Krishnamurthy, Vizepräsident des Trägervereins Sri Ganesha, steht daneben, versucht ebenfalls den Spaten zu umfassen, mit dem der Baubeginn des zweiten deutschen Hindutempels symbolisiert werden soll. Seit 9 Uhr laufen die rituellen Feierlichkeiten in der Hasenheide nun schon, doch erst jetzt, kurz vor Mittag, hat die Geschichte um den Berliner Hindutempel ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Sie begann 2005 im westfälischen Hamm. Vilwanathan Krishnamurthy machte wie jedes Jahr eine Reise zum einzigen Hindutempel Deutschlands. 460 Kilometer, von Berlin in den Ruhrpott. Durch den Ausflug verpasste das Neuköllner SPD-Mitglied eine Sitzung des bezirklichen Ausländerbeirats – einer der entscheidenden Zufälle dieser Geschichte.

Vor gut zweieinhalb Jahren fasste die Gemeinde den Entschluss, einen Tempel für die rund 6000 Hindus in Berlin zu bauen. Im März 2005, Krishnamurthy war gerade aus Hamm zurück, wollte Bürgermeister Buschkowsky wissen, wo er denn bei der Sitzung gewesen sei? Krishnamurthy erzählte ihm von seiner alljährlichen Reise und von Deutschlands einzigem Hindutempel. Buschkowsky fragte weiter, wieso in Berlin kein solcher Tempel stehe. „Geben Sie mir einen Platz, und wir bauen einen“, sagte Krishnamurthy. „Ich kümmere mich darum“, erwiderte der Neuköllner Bürgermeister. Es klang nach die Ärmelhochkrempeln. Am 24. September 2005 gründete sich der Sri Ganesha Hindu Tempel e.V. Berlin.

Am Freitag vor dem ersten Spatenstich steht Krishnamurthy in der Hasenheide. Zufrieden sieht der kleine Mann mit der großen Daunenjacke aus. Weiße Haare stoppeln von seinem dunklen Kopf, auf dem Schlüsselband um seinen Hals steht „Ich bin glücklich“. Das karge Gelände, auf dem er jetzt steht, die nasse Erde, die verwelkten Blätter – das ist untypisch für die sonst so bunte Gemeinde. Als vor sechs Wochen der Erbpachtvertrag zwischen Krishnamurthys Verein und der Stadt im Neuköllner Rathaus unterzeichnet wurde, begleiteten orientalische Tänzerinnen den bürokratischen Vorgang. Der Duft von Räucherstäbchen waberte durch den Rixdorf-Salon des Rathauses.

Jetzt, am Sonntag, haben sie den kargen Platz festlich geschmückt. Furchen in der Erde zeigen, wo später der Tempel, wo das Gemeindezentrum stehen soll – und wo ein 17 Meter hoher Turm die „Nähe zum Himmel“ herstellen wird. „Hier sitzt Gott“, sagt Krishnamurthy und zeigt auf einen Haufen Erde ziemlich genau in der Mitte des 4500-Quadratmeter-Geländes. „Hier soll die Ganesha-Statue stehen“, die Statue des hinduistischen Gottes der Klugheit und Gerechtigkeit. Nach ihm wird der Tempel benannt.

Wann wird er fertig sein? Krishnamurthy zögert. Bereits 2005 verkündete der Verein, man werde zur Fußball-WM Einweihung feiern. Es kam der Gang durch deutsche Behörden, inklusive Antrag auf Baugenehmigung und Finanzierungsplan. Dann war die WM vorbei.

Bislang sei erst ein Teil der auf 850 000 Euro geschätzten Baukosten durch Spenden zusammengekommen. Viele Spender hätten ihre Zusage jedoch schon gegeben. „Wenn das Geld jetzt kommt, sind wir 2010 fertig“, sagt Krishnamurthy. Und daran wird wohl auch die dreiviertel Stunde Verspätung des ersten Spatenstichs nichts ändern. Tim Klimeš
 

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.11.2007)
 
Zitat
Der Tempel soll nicht nur den Hindus, sondern allen Berlinern offen stehen. Zudem solle er ein Ort für den Dialog der Religionen sein und zu einem kulturellen Zentrum werden. So werde man dort auch Yoga- und Sprachkurse anbieten. Das Bezirksamt Neukölln hatte jüngst mit dem Verein einen bis zum Jahr 2080 befristeten Erbpachtvertrag für das Baugelände abgeschlossen.

In Berlin leben etwa 6000 Hindus. Der Großteil stammt aus Indien und Sri Lanka, weitere aus Nepal, Singapur und Malaysia. Rund 1000 Gläubige sollen im Tempel Platz finden. Zudem gehen die Initiatoren davon aus, eine neue touristische Attraktion zu schaffen. Die größten Gotteshäuser der Hindus in Europa stehen in London und Birmingham.

Offline Baladeva

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Sri Brahma-samhita
« Antwort #1 am: November 06, 2007, 04:39:36 Nachmittag »
"I adore the primeval Lord Govinda, whose lotus feet are always held by Ganesa upon the pair of tumuli protruding from his elephant head in order to obtain power for his function of destroying all the obstacles on the path of progress of the three worlds."

{Sri Brahma-samhita: TEXT 50}

PURPORT

{By His Divine Grace Srila Bhaktisidhanta Sarasvati Thakur Maharaja}

Srila Bhaktisidhanta Sarasvati"The power of destroying all obstacles to mundane prosperity has been delegated to Ganesa who is the object of worship to those who are eligible to enjoy worship him. He has obtained a rank among the five Gods as Brahma possessing mundane quality. The self same Ganesa is a God in possession of delegated power by infusion of the Divine power. All His glory rests entirely on the grace of Govinda."

Link: to the Vaishnava acarya notes
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