An die Freunde Krischnas,
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Heute in unserem Newsletter:
BHAGAVAD GITA
THE WAY OF LOVE
MANAH SIKSA
REISE INS HEILIGE LAND
DIE ESSENZ DER BHAGAVAD GITA
Srila Bhaktivedanta Narayana Maharaja
Die heiligen Schriften Indiens, die Veden, geben Auskunft über zahlreiche heilige Plätze, die im gesamten Universum verteilt sind. Doch keiner ist vergleichbar mit Vrindavan, dem wundervollen Wald Vrinda Devis. Wer die wunderbaren Geschehnisse dort kennt, versteht nur zu gut, allen voran derjenige dem sich Vrindavans Herrlichkeiten im Herzen offenbart haben.
In Vrindavan spielt Sri Krishna zusammen mit seinen ewigen Gefährten. Ihre Spiele werden uns tief berühren und entzücken. Sie sind wundervoll und einzigartig. Um unserem Leben vollkommene spirituelle Glückseeligkeit zu verleihen, erinnern wir uns unablässig an diese transzendentalen Spiele und lernen zu fühlen wie Krishnas Gefährten, wenn sie dem Quell aller Freude begegnen. Ihre Gemütsstimmungen und Spiele sind beschrieben und erklärt im Srimad Bhagavatam, dem geheimnisvollsten Schriftwerk vedischer Literatur.
Bevor wir die hohe Schule des Bhagavatam begreifen können, ist es für uns notwendig, die Botschaft der Bhagavad Gita (wörtlich: der Gesang Gottes) zu verinnerlichen. Ihre Unterweisungen dienen als Fundament, auf dem der Palast des Srimad Bhagavatam mit seinen zwölf Stockwerken (den zwölf Gesängen, auch Kantons genannt) thront.
Solange wir die Unterweisungen der Bhagavad Gita nicht verinnerlicht haben, verstehen wir das Bhagavatam auf weltliche Weise. Ein solch verzerrtes Verständnis aber ruiniert unser spirituelles Leben. Besonders gilt das bei den Themen des zehnten Canto.
In der Bhagavad Gita finden wir folgenden Vers:
man-mana bhava mad bhakto
mad-yaji mam namaskuru
mam evaisyasi satyam te
pratijane priyo si me
Denke ununterbrochen an Mich, weihe Mir dein Leben, verehre Mich und verneige dich ehrfurchtsvoll vor Mir. Auf diese Weise wirst du mit Sicherheit zu mir kommen. Ich verspreche dir dies, weil du Mein inniger Freund bist. .... BG 18.65
Dies ist der hervorragendste Vers und überragt sogar Vers 18.66, in dem Krishna auffordert: „Sarva dharman parityajya...“, „Gib alle Arten von Religion auf und ergib dich einfach mir. Ich werde dich von allen Arten sündhafter Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht.“
Letzterer Vers unterweist uns, wie wir saranagati, Ergebenheit, kultivieren können. Ersterer beschreibt die Frucht dieser Ergebenheit und erhebt sich somit darüber. Studieren wir die Bhagavad Gita gründlich und vor allem die Kommentare der Schülernachfolge, erkennen wir Unterweisungen fünf verschiedener Ebenen. Zu Beginn Gewöhnliche, die der Allgemeinheit gelten. Später gibt Krishna vertraulichere Instruktionen, bis zu Seinen am meisten gehüteten Geheimnissen. Diese sind jedoch nicht ausführlich dargelegt, sondern werden in knappen Versen angedeutet.
Allgemeine Lehren
„Du sollst nicht zu viel essen und nicht übermäßig schlafen. Arbeite und entspanne maßvoll. Ansonsten erklimmst du nicht die seltene Stufe des Yoga, auf der die Seele ihrem Schöpfer begegnet.” (BG 6.17)
Hier wird vermittelt, dass wir den übermäßigen Wünschen des Körpers nicht nachgeben, sondern davon Abstand gewinnen sollen, um zu verstehen, dass die Seele vom Körper verschieden ist.
„Für jenen der geboren wurde, ist der Tod gewiss, und jene die gestorben sind, ist die Geburt gewiss.” (BG 2.27)
Auf dem Schlachtfeld von Kuruksetra weinte Arjuna um seine Freunde, Verwandten und Söhne. Auch wir hängen an den Unseren. Krishna jedoch gibt uns die Anweisung: „Die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten.” (BG 2.11)
Unsere Freunde und Verwandten werden eines Tages sterben. Heute, Morgen oder an einem der darauf folgenden Tage. Wir sollten um sie nicht weinen, denn im Inneren des Körpers befindet sich die Seele: „Die Seele kann weder von Waffen zerschnitten noch von Feuer verbrannt, nicht von Wasser benetzt, noch vom Wind verdorrt werden. Die Seele ist ewig, doch der Körper ist dem Tode unterworfen und daher solltest du nicht um ihn trauern.” (B.G 2.23)
Es ist notwendig den Körper zu erhalten. Immerhin wurde er uns von Bhagavan gegeben, der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Unser äußeres Gewand ist einem Tempel gleich, und wir geben darauf acht, so dass wir Gott damit verehren können. Der Tempel soll sauber und funktionstüchtig sein, sonst werden wir vom Bhajan (der Gottesverehrung) abgehalten. Sich um den Körper zu sorgen ist in Ordnung und sollte in einer Haltung der Losgelöstheit geschehen. Am Ende des Lebens wird Bhagavan den Körper wieder zurückverlangen und wir werden gezwungen sein ihn zu geben. Gott wird fragen: “Wofür hast du den überaus seltenen menschlichen Körper genutzt, welche Ziele damit verfolgt?”
Aus diesem Grund finden wir in der Bhagavat Gita Verse, wie zum Beispiel: “Was Nacht ist für alle Wesen, ist die Zeit des Erwachens für den Selbstbeherrschten, und die Zeit des Erwachens für alle Wesen ist Nacht für den nach innen gekehrten Weisen” (B.G 2.69)
Wir sollten uns im bhagavad-bhajana vertiefen, im bhajana für Bhagavan, dem Höchsten Herrn, und gleichzeitig unseren Pflichten nachkommen. Die damit verbundenen glücklichen und leidvollen Situationen sollten wir als gleichwertig betrachten.
THE WAY OF LOVE
FESTIVAL, den Haag, 8.-15. Juli 2005
von unserem Korrespondenten Hari-mohana dasa aus Berlin
Die Nordsee war nicht weit, das ist eine Abwechslung, wenn man das ganze Jahr in der Stadt verbringt. Am ersten Tag zogen wir in einem Ratha- Yatra- Zug durch die Innenstadt von den Haag. Das Festival unterhielt 1200 Gäste und stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Öffnung nach außen. Es gab einem bunten Querschnitt durch den esoterischen Supermarkt, von Hippie-Klamotten, Bollywood-Filmen, „Bhakti-Snacks“ über Hatha-yoga bis zum Handlesen. Dazu klassische und moderne indische Tanzvorführungen und Musik, eine Karateshow und ein Theaterstück über die Begegnung Sri Caitanyas mit Nityananda Prabhu. Mein persönlicher Höhepunkt war Vishnu Tattva aus Pilsen, psychedelischer Akustik- Bhajana vom Feinsten.
Letzten Endes verstand es nur Srila Gurudeva, das vielgestaltige Publikum in seinen Bann zu ziehen und eine familiäre Atmosphäre zu kreieren. Seine Natur, seine Gesten und seine Worte vermittelten wahrlich den Way of Love und haben einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Syamarani Didi steuerte einen persönlichen Beitrag bei: Sie berichtete über ihre Arbeit als Malerin unter Srila Swami Prabhupada und Srila Narayana Maharaja und zeigte dazu Dias und Reproduktionen.
Die wichtigste Erfahrung auf dem Festival war die Bedeutung des Sadhu-sanga für den spirituellen Fortschritt. Wenigstens für kurze Zeit den Verstrickungen des Lebens entkommen zu können, hat mich spüren lassen, wie nötig die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ist. Sich darauf einzulassen, ist allerdings nicht so einfach. Spirituelle Gemeinschaft ist sowohl von der Barmherzigkeit des spirituellen Meisters, als auch vom eigenen Bemühen abhängig.
Das ist mit dem Sprung in einen reißenden Fluss zu vergleichen. Angst, die Kontrolle zu verlieren, hält einen davon ab, sich einer Kraft zu übergeben, die, wenn man sich ihr nur anvertraut, zu einem neuen Ziel führt. Es bedarf eines aktiven Schrittes, in die Gemeinschaft einzutreten. Der Lohn ist die Versorgung mit allem, was für die eigene Entwicklung notwendig ist.
Die Logistik des Festivals war beeindruckend. Schließlich war keine professionelle Eventfirma am Werk, sondern Amateure, die sich selbst organisieren mussten. Die Angst, den Nektar zu verpassen hat mich selbst weitgehend davon abgehalten, mich im Dienst zu betätigen. Im Nachhinein betrachtet, habe ich dadurch den eigentlichen Nektar verpasst. Das Bewusstmachen der eigenen Ferne von der spirituellen Praxis, von direkter Gemeinschaft mit den Sadhus und schließlich auch vom hingebungsvollen Dienst, lässt den Wunsch entstehen, diese Schwäche zu überwinden. Unsere Trennung von Srila Gurudeva, von den Bildgestalten und von Vraja, dem heiligen Land, speist sich aus der gleichen Quelle und ist für uns unmittelbar erlebbar.
Srila Gurudeva hat angedeutet, dass seine Reiseaktivitäten zukünftig reduziert würden und so hoffe ich, dass es ihm trotzdem noch lange erlaubt ist, uns jedes Jahr seine Gemeinschaft zu schenken.
AUSZUG AUS DEM MANAH SIKSA VON SRILA RAGUNATHA DAS GOSWAMI
Übersetzung
(Obwohl Lust und Zorn beherrscht sein mögen, ist der große Feind Falschheit vielleicht nicht besiegt. Der sechste Vers zeigt, wie man solches bewerkstelligt)
Verruchter Geist! Du hast den bhakti-Pfad eingeschlagen, aber trotzdem glaubst du rein zu werden, indem du in tröpfelndem Eselurin, in Heuchelei und Falschheit, badest. Damit verätzt du dich und zugleich mich, die Seele. Hör auf! Erfreu uns beide, indem du stattdessen im Nektarozean badest: in der Liebe für Sri Radha-Krishnas Lotosfüße.
Kommentar
* Prodyat kapata-kutinati-bhara khara ksaran-mutre snatva: Baden im Urin des Esels von Falschheit und Heuchelei
Offenkundige Falschheit und Heuchelei, die der Sadhaka zeigt, auch wenn er raganuga-Praxis schon begonnen hat, wird mit Eselurin verglichen. Von sich selbst zu glauben, man diene eifrig Krishna, obwohl man im Grunde unredlich und heuchlerisch bleibt, ist dasselbe, wie im stinkenden, brennenden Urin eines Esels zu baden und sich einzubilden, man werde sauber. Vor dieser Falle muss man sich hüten.
Man unterscheidet drei Sadhakas:
(1) die Moralischen,
(2) Gottergebenen und
(3) die Entsagten.
Die Moralischen, wie der Name schon sagt, halten auf Moral und richtiges Verhalten große Stücke, die Anweisungen der Schriften für gesellschaftliches Zusammenleben sind ihnen heilig. Trotzdem sind sie enthusiastisch bemüht, Krishna zu erfreuen. Etwas höher stehen die Gottergebenen, die zuerst einmal schauen, was für Krishnas Dienst förderlich ist – die zwar den Geboten und Verboten folgen, aber nur, solange bhakti nicht beeinträchtigt ist. Diese beiden Sadhakas sind Haushälter. Und schließlich gibt es die Entsagten, die sich vom gesellschaftlichen Leben zurückgezogen und ihre Verpflichtungen aufgegeben haben, und die somit frei sind, Krishna ungehindert dienen zu können.
Allen drei ist nur dann genützt, wenn sie durch und durch aufrichtig sind – sind sie es nicht, zerstören sie ihr spirituelles Leben.
Der Moralist, wenn er unaufrichtig ist, zeigt folgende Schwächen:
- Unter dem Deckmantel von bhakti genießt er die Sinne.
- Reichen und einflußreichen Materialisten schenkt er mehr Beachtung als unscheinbaren Gottgeweihten.
- Er schafft sich mehr an, als er braucht.
- Er begeistert sich für unwichtige, oberflächliche Unternehmungen.
- Er mag es, zu streiten und behauptet dabei, er kultiviere Wissen; und
- er legt die Kleider des entsagten Standes an, um Ansehen zu ergattern.
- Falschheit beim Gottergebenen äußert sich, wenn er:
- stolz zeigt, wie strikt er folgt, obwohl er im Inneren angehaftet bleibt, und
- wenn er die Gesellschaft von Denkern, Philanthropen, Yogæs oder Weltmenschen der von reinen Gottgeweihten vorzieht.
Der Entsagte schließlich heuchelt, wenn er:
- immer noch glaubt, fortgeschritten und erhaben zu sein;
- sich kraft seines Standes über andere Gottgeweihte stellt;
- über Grundbedürfnisse hinaus Geld und Güter ansammelt;
- unter dem Vorwand von Dienst mit Frauen verkehrt;
- lieber Materialisten aufsucht (um Spenden zu sammeln) als Tempel;
- übermäßig um Spenden besorgt ist und das als Dienst rechtfertigt; und
- seine Hingabe schwächt, weil er Kleider und Insignien zu wichtig nimmt und sich zu sehr an den Regeln und Vorschriften klammert.
Mit solcher unehrlicher Praxis einher geht, daß der Sâdhaka die Wahrheit verdreht und falsche Philosophien predigt, und daß er schlechte Angewohnheiten entwickelt. Das ist der stinkendem Eselurin, in dem er badet. Oft glaubt er tatsächlich, daß er spirituell handelt und sich läutert – in Wahrheit aber verbrennt er seine Seele.
REISE INS HEILIGE LAND
Wir möchten euch herzlich einladen, eine Pilgerreise nach Indien zu unternehmen. Im glücksverheißenden Monat Kartik - dieses Jahr vom 17. Oktober bis 16. November – trifft sich die gesamte Welt in Vraja, dem Land von Sri Krishna und seinen Gefährten. Die historischen Plätze an denen sie gewirkt haben, werden unter kundiger Führung besucht und eine Vielzahl von Festen gefeiert. Dazu gibt es Vorträge großer Lehrer indischer Weisheit und natürlich Nektar von den Lotuslippen Shri Shrimad Bhaktivedanta Narayana Maharajas, welcher seit über 35 Jahren Interessierte in die Geheimnisse von Vraja einweiht. Die Festivalgebühr beträgt 100 EUR inklusive Unterkunft und Verpflegung. Bei Interesse meldet euch bitte per E- Mail oder Telefon.
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Haribol! Eure Krishna-people