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Nila-madhava Storie Drucken E-Mail


Es gibt noch eine andere Beschreibung der gleichen Begebenheit, vielleicht aus einem anderen Schöpfungszyklus. Dort wird berichtet, dass in dem Moment, als der König gewaltsam die Tür öffnete, der Brahmana noch zugegen war und zu ihm sprach: "Warum störst du mich mitten in der Arbeit? Es sind erst vierzehn Tage vergangen und ich hätte nur noch weitere sieben Tage gebraucht, um die vigraha vollkommen herauszuarbeiten. Warum hast du schon die Tür geöffnet? Bisher besteht Sein Gesicht nur aus großen runden Augen. Aber nun gut, ich denke, dies ist Gottes bzw. Jagannathas Wunsch, ansonsten wäre ich in der Lage gewesen meine Aufgabe zu vollenden, und du hättest mich nicht unterbrechen können." Nachdem er dies geäußert hatte, verschwand der Holzschnitzer. Dem König und seinen Gefährten wurde klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Brahmana gehandelt hatte, sondern um Krishna selbst. Darauf brachen sie voller Trennungsgefühle in Klagen aus. Der Deity wies den König nun durch Seine göttliche Stimme an: "Sorge dich nicht, etwas Geheimnisvolles verbirgt sich hinter jener Form. Genau in dieser Form wollte Ich Mich manifestieren, denn es gibt einen tiefsinnigen Grund dafür. Bring mich jetzt in den Tempel und beginne mit der Verehrung dieser Deity-Formen." Jagannatha fuhr fort: "Bitte erfülle Meine Anweisungen, indem du Vishvavasu und seinen Schwiegersohn Vidyapati zusammen mit seinen beiden Frauen mit Meiner Verehrung betraust. Der Sohn von Vidyapatis Brahmanafrau wird für die Verehrung von Thakuraji (der Bildgestalt) verantwortlich sein, und der Sohn von seiner SHabarafrau wird sich um das Kochen der vielen verschiedenen Zubereitungen kümmern. Eine große Anzahl Dayitas in Vishvavasus Dynastie werden Mir für das zehn Tage andauernde Ratha-yatra-Festival dienen. Zu dieser Zeit werden nur sie Mich verehren und sonst niemand. Sie alleine werden Baladeva, Subhadra und Mich auf den Wagen heben und Uns dann zum Gundica Mandira fahren." (Gemäß den Wünschen Königin Gundicas entfalteten sich die Festlichkeiten auf die uns bekannte Weise, deshalb wurde dieser mandira (Tempel) nach ihr benannt.)

Thakuraji sagte weiterhin: "Wir werden während dieser Zeit dort verweilen, anschließend könnt ihr uns wieder zurückbringen. Organisiert viele Festlichkeiten, wie beispielsweise das Snana-yatra, Candana-yatra und Hera-pancami." Während des Candana-yatra ist Jagannathas ganzer Körper für mehrere Tage mit candana (Sandelholz) bedeckt. Zu dieser Zeit wird der vijaya-vigraha-Deity, der als Govinda bekannt ist, auf einem sehr schönen Boot im Narendra-sarovara umhergefahren. Auf diese Weise finden Seine Boot-Spiele statt. Während des Snana-yatra wird der Deity mit einer abhisheka aus tausenden Gefäßen gebadet, welche mit dem Wasser verschiedener heiliger Orte Indiens gefüllt sind. Diese Badezeremonie dauert so lange an, dass Jagannatha krank wird und eine Magenverstimmung erleidet. Daraufhin bringt Lakshmi Ihn in Ihren Palast und verschließt für fünfzehn Tage die Tür. SHri Caitanya Mahaprabhu konnte ohne den Deity nicht leben und ging deshalb nach Alalanatha und weinte: "Wo ist Krishna? Wo ist Krishna?" Er war so außer Sich, dass die Steine, die Er in Alalanatha berührte, schmolzen. Wo auch immer Er Seine Ehrerbietungen darbrachte und somit Sein Kopf, Seine Hände oder andere Teile Seines Körpers den Boden berührten, wurden Seine Abdrücke in den Stein geprägt und sind auch heute noch sichtbar. Nur die Dayitas, die Familienangehörigen des Shabaras Vishvavasu, können Jagannatha während der Zeit des Ratha-yatras dienen. Es gibt zwei Arten von Dienern. Die einen entstammen der Dynastie von Vidyapatis Brahmanafrau; diese Geweihten führen arcana und seva aus. Die anderen Diener gehen von Lalitas Nachfahren aus und werden supakara (exzellente Köche) genannt, da Jagannatha sie als Seine Köche akzeptiert hat, obwohl sie nicht von so hoher Geburt sind. Sehr schnell und mit Leichtigkeit bereiten sie Berge von Reis und Dahl zu, sowie viele andere Speisen, denn sie sind sehr geschickt darin, auf vielen Flammen zu kochen. Auf einem Ofen benutzen sie mindestens zwanzig Tontöpfe gleichzeitig um die verschiedensten Speisen vorzubereiten. Der König betete: "Oh Thakuraji, ich möchte Dich um eine Segnung bitten, damit ich Dir zu Deiner vollsten Zufriedenheit dienen kann." Thakuraji antwortete: "Welche Segnung möchtest du?"

"Ich wünsche mir, dass aus meiner Dynastie weder Söhne noch Töchter hervorgehen. Ich möchte überhaupt keine Nachkommen haben, und ich weiß, dass Du mir diesen Wunsch erfüllen kannst", sagte der König. Da lächelte Thakuraji und fragte: "Warum möchtest du denn keine Kinder?" Der König antwortete: "Nach meinem Tod werden sie aus Geldgier miteinander streiten, und sie werden kein Interesse daran zeigen, Dir aufrichtig zu dienen. Es wird viel Geld fließen, welches eigentlich dazu gedacht ist, Dir zu dienen, aber sie werden denken, "Das ist mein Eigentum", oder "Jagannatha ist mein Besitz". Ich möchte nicht, dass irgendeines meiner Familienmitglieder denkt, dieser Tempel gehöre ihm, Jagannatha, Baladeva und Subhadra wären sein Besitz, und das ganze Geld, welches als Spende (pranami) gegeben wird, wäre für seinen Genuss bestimmt. Mit dieser Einstellung werden sie nur alles für ihre Sinnenbefriedigung benutzen und zur Hölle gehen." Genau jene Mentalität beobachten wir heutzutage überall in Indien und auch in anderen Ländern. Novizen, die gerade die ersten Schritte auf dem Pfad zum Gottgeweihten machen, gehen umher und sammeln Spenden, indem sie bitten: "Gib mir etwas Geld, so dass ich meinem Gurudeva dienen kann. Ich möchte Thakuraji, Jagannatha, Baladeva und Subhadra damit dienen. Ich möchte Radha und Krishna dienen, deshalb gib mir bitte etwas." Wenn sie dann die Spenden erhalten, geben sie Gurudeva oder Thakuraji keinen einzigen Cent und denken stattdessen: "Jetzt bin ich der Genießer!" Das Geld wandert in ihre eigenen Taschen. Dann erkundigen sie sich, auf welcher Bank es am besten angelegt ist. Einige mögen ihnen eine Schweizer Bank empfehlen, aber sie wenden ein: "Nein, nein, ich werde mein Geld in Indien deponieren, um dort davon zu leben. Kannst du mir die zuverlässigste Bank in Indien nennen?" Dabei vergessen sie völlig, dass sie das Geld für Gurudeva gesammelt haben. Hätte irgendjemand ihnen überhaupt Geld gegeben, wenn er gewusst hätte, dass es für den Schüler selbst ist? Mit welchem Maß an Bestrafung muss solch eine Person rechnen? Krishna ist ganz unruhig, da Er noch eine Hölle erschaffen muss, die für sie geeignet ist. In Indien denken manche Gosvamis, sie seien die Besitzer der Tempel. Sie verwenden die Spenden (pranami) für unnütze Dinge.

Seid vorsichtig, denn Bhakti wird sich auf diese Weise nicht manifestieren. Sie wird denken: "Diese Person ist sehr selbstisch. Sie möchte sowohl der Meister ihres Gurudevas als auch der von Krishna sein. Deshalb äußerte der König diese Bitte: "Es soll niemanden geben, der denkt, ihm stehe auch nur ein Cent zu. Du bist der Besitzer, Du allein sollst bestimmen, wer Dir dient. Die Verwalter sollen regelmäßig gewechselt werden und Dir in der Form von Treuhändern dienen." Ein Treuhänder ist jemand, dem Dienst anvertraut werden kann und der ihn ohne selbstsüchtige Bestrebungen ausführt. Der König von Orissa war schon immer der Treuhänder, und nach ihm wird ein weiterer Treuhänder bestimmt. Obwohl der König der König ist, hat er in diesem Falle nicht die Macht auch nur einen Cent für sich zu beanspruchen. Würde er dieser Versuchung erliegen, wäre dies sein Untergang. Beim Hören der Worte des Königs begann Jagannatha zu lächeln, und das Ratha-yatra konnte beginnen.



 
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Der britische Physiker Alan Calverd z.B. schreibt in Physics World: »Um das Treibhausgas Kohlendioxid in der Atmosphäre zu verringern, sollten nicht weniger Öl und Gas verbrannt werden, sondern die Menschheit sollte ihre Essgewohnheiten ändern: Wenn alle Menschen Vegetarier wären, könnte die globale Erwärmung kontrolliert werden.«

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