| Der Geschmack des Wassers |
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O Sohn Kuntis, [Arjuna],
7. Kapitel der Bhagavad-Gita / Wissen vom Absoluten / Vers 8 / A. C. Bhaktivedanta Swami ERLÄUTERUNGDieser Vers erklärt, wie der Herr durch Seine mannigfaltigen materiellen und spirituellen Energien all durchdringend ist. Der Höchste Herr kann zunächst durch Seine verschiedenen Energien wahrgenommen werden, und auf diese Weise wird Er in Seinem unpersönlichen Aspekt erkannt. Ebenso, wie der Halbgott der Sonne eine Person ist und durch seine all durchdringende Energie, den Sonnenschein, wahrgenommen wird, so wird der Herr, obwohl in Seinem ewigen Reich, durch Seine all durchdringenden, überall verbreiteten Energien wahrgenommen.
Der Geschmack des Wassers ist das aktive Prinzip des Wassers.
Eigentlich gibt es zwischen der Persönlichkeitslehre und der Unpersönlichkeitslehre keinen Widerstreit. Wer Gott kennt, weiß, daß die unpersönliche und die persönliche Auffassung gleichzeitig in allem gegenwärtig sind und daß es dabei keinen Widerspruch gibt. Deshalb stellte Sri Krishna Caitanya Seine erhabene Lehre auf: acintya-bheda und abheda-tattvam — gleichzeitig eins und verschieden. Das Licht der Sonne und des Mondes geht ursprünglich ebenfalls vom Brahmajyoti, der unpersönlichen Ausstrahlung des Herrn, aus. Auch pranava oder der transzendentale Klang Omkara, der am Anfang jeder vedischen Hymne benutzt wird, um den Höchsten Herrn anzurufen, geht von Ihm aus. Weil die Unpersönlichkeitsanhänger große Angst haben, den Höchsten Herrn Krishna bei Seinen unzähligen Namen anzurufen, ziehen sie es vor, den transzendentalen Klang omkara zu vibrieren. Aber sie begreifen nicht, daß omkara die Klangrepräsentation Krishnas ist. Der Bereich des Krishna-Bewusstseins erstreckt sich überallhin, und wer das Krishna-Bewusstsein kennt, ist gesegnet. Diejenigen, die Krishna nicht kennen, befinden sich in Illusion; folglich bedeutet Wissen von Krishna Befreiung und Unkenntnis von Ihm Knechtschaft.
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Niemand trinkt gerne Meerwasser, weil der reine Geschmack des Wassers mit Salz vermischt ist. Die Anziehungskraft des Wassers beruht auf der Reinheit seines Geschmacks, und dieser reine Geschmack ist eine der Energien des Herrn. Der Unpersönlichkeitsanhänger nimmt die Gegenwart des Herrn im Wasser durch den Geschmack des Wassers wahr, und der Persönlichkeitsanhänger preist den Herrn, weil dieser so gütig ist, für Wasser zu sorgen, um den Durst der Menschen zu stillen. Das ist der Weg, den Höchsten wahrzunehmen.

