| Srimati Gangamata Gosvamini |
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Seite 3 von 3 Sie fuhr fort, Vorträge zu geben, und alle Einwohner Puris, wie auch die sehr fortgeschrittenen Geweihten, nahmen daran teil. Eines Tages, als sie ins Chanten und Erinnern an Krsnas Spiele vertieft war, kam ein Brahmane aus Jaipur zu ihr. Dieser Brahmane hatte der Bildgestalt (Deity) Raya Kisora, Sri Krsna Selbst, gedient. Krsna hatte ihm in einem Traum gesagt: "Du solltest Mich nach Puri bringen und Mich Gangamata Thakurani übergeben. Sie wird Mir dienen. Falls du dich weigerst, werde Ich dich verfluchen. Du erweist Mir keinen angemessenen Dienst. Manchmal opferst du etwas und manchmal nicht. Manchmal badest du Mich, manchmal nicht. Du führst den Dienst nicht so wie früher aus. Also, bitte geh dorthin und über gib Mich ihr. Ansonsten werde Ich dich verfluchen, und mit deiner Dynastie wird es auch vorbei sein."
Der Brahmane legte dann die sehr schöne Bildgestalt (Thakurji) in einen Korb und ging viele Monate zu Fuß bis er Puri erreichte. Dort näherte er sich Gangamata Thakurani und bat sie: „Thakurji ist gekommen. Bitte nimm Ihn und diene Ihm. Sie weigerte sich und sagte: "Ich führe manasi-seva (Verehrung von Sri Radha/Krsna durch Meditation) in der Nachfolge Srila Rupa Gosvamis aus. Ich kann das nicht alles tun. Ich habe keine Zeit zur Verehrung mit äußerlichem Zubehör." Der Brahmane wurde sehr besorgt und dachte: "Was soll ich tun?" Gangamata Thakurani hatte einen Tulasi-Garten. In der Nacht setzte er die Bildgestalt in die Mitte ihres Tulasi-Gartens und floh. Am nächsten Morgen um vier Uhr sprach Raya Kisora, der Syama Raya, Vrajendra-nandana Syamasundara ist, zu Gangamata: "Du vernachlässigst Mich. Ich kam, damit Du Mir dienst, und um Deine Liebe und Zuneigung zu erfahren, und Du vernachlässigst Mich. Ich bin durstig; Ich bin so hungrig. So, bitte nimm dich Meiner an. Bereite etwas zu und bringe es Mir dar." Gangamata Thakurina ging dann um die Bildgestalt zu sehen. Entzückt nahm sie Thakurji in den Arm. Sie brachte Ihn in den Tempel und begann Ihn dort zu verehren, und noch heute ist die vigraha (Bildgestalt) hier. Als der König davon hörte, dachte er: "Ich bin vom Glück begünstigt, der Schüler dieser großen Geweihten zu sein." Alle Frauen sollten versuchen, so wie Gangamata Thakurani zu sein. Niemals träumte sie je davon, irgendeine weltliche Person zu heiraten. Ich bin gekommen, um euch zu helfen, eine Geweihte wie sie zu werden. Die Welt ist wie ein Feuer, ein lodernder Waldbrand. Wir haben solch ein großes Feuer in Florida gesehen. Es brannte meilenweit und die Regierung konnte nichts tun. Der lodernde Waldbrand des materiellen Daseins ist größer als das. Wir sind in diesem Feuer, und wir können niemals erlöst werden, solange wir im materiellen Bewusstsein verharren. Wenn jemand Ghee (geklärte Butter) in das Feuer gießt, was wird geschehen? Es wird größer werden. Du wirst nicht in der Lage sein, gerettet zu werden. Der Vater Yadu Maharajas, Yayati, hatte so viele wunderschöne Frauen, aber er war nicht glücklich. Als er alt war, wollte er das jugendliche Alter seines Sohnes haben, aber Yadu Maharaja verweigerte dies und sagte ihm: „Dieses Leben ist nur dazu da, um Krsna zu dienen. Wenn du ein reiner Geweihter wärst, wäre ich sehr glücklich, dir meine Jugend zu geben". Yayati fragte dann seinen zweiten Sohn, Puru. Er sagte: „Puru, du bist mein teurer Lieblingssohn. Bitte gib mir deine Jugend. Ich möchte weiterhin materielles Vergnügen kosten. Mein Durst ist noch nicht gestillt." Puru antwortete: "Oh Vater, ich kam von dir, daher gebe ich dir meine Jugend." Yayati wurde somit jung und über viele tausend Jahre gab er sich dem Sinnengenuss hin. Er war jedoch nicht zufrieden und eines Tages dachte er: "Was für einen Unsinn mache ich?" Er gab schnell seine Jugend an seinen Sohn zurück, verwarf jede materielle Überlegung und zog in den Wald. Diese Geschichte zeigt, dass die Welt ein Feuer ist. Das Feuer im Ozean ist tausende Male größer als der Waldbrand, und wir befinden uns in jenem Feuer. Wir sollten versuchen, all diese Wahrheiten zu erkennen. Vergeude Deine Zeit nicht. Bemüh Dich, Dein Krsna-Bewusstsein zu entwickeln. Wenn du verheiratet bist, schadet das nicht. Zusammen mit deiner Frau und deinen Kindern solltet ihr versuchen, losgelöst zu sein. Ein Sinn für Pflichtbewusstsein sollte vorhanden sein, aber keine Anhaftung. Männliche Geweihte sollten versuchen, so zu werden wie Srila Raghunatha dasa Gosvami, Srila Sanatana Gosvami und Srila Rupa Gosvami. Weibliche Geweihte sollten wie Gangamata Thakurani, Jahnava Thakurani und Hemalata Thakurani werden. Manchmal zeigt sich Jahnava Thakurani mit vier Armen. (Jahnava Thakurani ist die ewige Energie Lord Nityanandas. Nityananda hat zwei Energien: Jahnava und Vasuda. Der Sohn Vasuda devis ist die Inkarnation der Gottheit Bhirabhadra. Er suchte einen Guru, und ihm wurde empfohlen, Zuflucht bei Jahnava Thakurani zu suchen. Aber er dachte: "Sie ist meine Mutter. Wie kann sie mein Guru sein?" Eines frühen Morgens nach Verrichtung der Notdurft und gerade vor dem Baden, war Jahnava Thakurani von der Hüfte aufwärts unbekleidet, wie es Sitte für indische Frauen war. Bhirabhadra sah sie in diesem Zustand, als er beim Brunnen stand und wurde schüchtern. Sofort manifestierte sie zwei weitere Arme, mit denen sie ihre Brüste bedeckte. Bhirabhadra entbot ihr daraufhin seine Verehrung und nahm Einweihung von ihr. Verschwende Deine Zeit nicht. Bleibt in eurer Stellung, und wenn ihr verheiratet seid, ist das in Ordnung. Wenn Du nicht verheiratet bist, wenn Du entsagt hast, ist das in Ordnung. Wenn Du nicht entsagt hast, ist das in Ordnung. Wo immer Du aber bist und was immer Deine Stellung ist, höre Krsna-Katha. Entbiete Deine Verehrung dem Ort, wo Krsna-Katha gesprochen wird. Deutsche Übersetzung: Indumukhi dasi / Edition: Kamalakanta dasa
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Krsna hatte ihm in einem Traum gesagt: "Du solltest Mich nach Puri bringen und Mich Gangamata Thakurani übergeben. Sie wird Mir dienen. Falls du dich weigerst, werde Ich dich verfluchen. Du erweist Mir keinen angemessenen Dienst. Manchmal opferst du etwas und manchmal nicht. Manchmal badest du Mich, manchmal nicht. Du führst den Dienst nicht so wie früher aus. Also, bitte geh dorthin und über gib Mich ihr. Ansonsten werde Ich dich verfluchen, und mit deiner Dynastie wird es auch vorbei sein."

