| Der Gesang Gottes |
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Seite 1 von 2 DIE ESSENZ DER BHAGAVAD GITASrila Bhaktivedanta Narayana Maharaja Die heiligen Schriften Indiens, die Veden, geben Auskunft über zahlreiche heilige Plätze, die im gesamten Universum verteilt sind. Doch keiner ist vergleichbar mit Vrindavan, dem wundervollen Wald Vrinda Devis. Wer die wunderbaren Geschehnisse dort kennt, versteht nur zu gut, allen voran derjenige dem sich Vrindavans Herrlichkeiten im Herzen offenbart haben.
Bevor wir die hohe Schule des Bhagavatam begreifen können, ist es für uns notwendig, die Botschaft der Bhagavad Gita (wörtlich: der Gesang Gottes) zu verinnerlichen. Ihre Unterweisungen dienen als Fundament, auf dem der Palast des Srimad Bhagavatam mit seinen zwölf Stockwerken (den zwölf Gesängen, auch Kantons genannt) thront. Solange wir die Unterweisungen der Bhagavad Gita nicht verinnerlicht haben, verstehen wir das Bhagavatam auf weltliche Weise. Ein solch verzerrtes Verständnis aber ruiniert unser spirituelles Leben. Besonders gilt das bei den Themen des zehnten Canto. In der Bhagavad Gita finden wir folgenden Vers:
Denke ununterbrochen an Mich, weihe Mir dein Leben, verehre Mich und verneige dich ehrfurchtsvoll vor Mir. Auf diese Weise wirst du mit Sicherheit zu mir kommen. Ich verspreche dir dies, weil du Mein inniger Freund bist. ( BG 18.65 ) „Du sollst nicht zu viel essen und nicht übermäßig schlafen. Arbeite und entspanne maßvoll. Ansonsten erklimmst du nicht die seltene Stufe des Yoga, auf der die Seele ihrem Schöpfer begegnet.” (BG 6.17) Hier wird vermittelt, dass wir den übermäßigen Wünschen des Körpers nicht nachgeben, sondern davon Abstand gewinnen sollen, um zu verstehen, dass die Seele vom Körper verschieden ist. „Für jenen der geboren wurde, ist der Tod gewiss, und jene die gestorben sind, ist die Geburt gewiss.” (BG 2.27) Auf dem Schlachtfeld von Kuruksetra weinte Arjuna um seine Freunde, Verwandten und Söhne. Auch wir hängen an den Unseren. Krishna jedoch gibt uns die Anweisung: „Die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten.” (BG 2.11)
Es ist notwendig den Körper zu erhalten. Immerhin wurde er uns von Bhagavan gegeben, der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Unser äußeres Gewand ist einem Tempel gleich, und wir geben darauf acht, so dass wir Gott damit verehren können. Der Tempel soll sauber und funktionstüchtig sein, sonst werden wir vom Bhajan (der Gottesverehrung) abgehalten. Sich um den Körper zu sorgen ist in Ordnung und sollte in einer Haltung der Losgelöstheit geschehen. Am Ende des Lebens wird Bhagavan den Körper wieder zurückverlangen und wir werden gezwungen sein ihn zu geben. Gott wird fragen: Wofür hast du den überaus seltenen menschlichen Körper genutzt, welche Ziele damit verfolgt? |
Bhagavad Gita 


In Vrindavan spielt Sri
Unsere Freunde und Verwandten werden eines Tages sterben. Heute, Morgen oder an einem der darauf folgenden Tage. Wir sollten um sie nicht weinen, denn im Inneren des Körpers befindet sich die Seele: „Die Seele kann weder von Waffen zerschnitten noch von Feuer verbrannt, nicht von Wasser benetzt, noch vom Wind verdorrt werden. Die Seele ist ewig, doch der Körper ist dem Tode unterworfen und daher solltest du nicht um ihn trauern.” (B.G 2.23)

