| Der Gesang Gottes |
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Seite 2 von 2 Aus diesem Grund finden wir in der Bhagavat Gita Verse, wie zum Beispiel:“Was Nacht ist für alle Wesen, ist die Zeit des Erwachens für den Selbstbeherrschten, und die Zeit des Erwachens für alle Wesen ist Nacht für den nach innen gekehrten Weisen” (B.G 2.69) Wir sollten uns im bhagavad-bhajana vertiefen, im bhajana für Bhagavan, dem Höchsten Herrn, und gleichzeitig unseren Pflichten nachkommen. Die damit verbundenen glücklichen und leidvollen Situationen sollten wir als gleichwertig betrachten. Vertrauliche UnterweisungenDiesen allgemeinen, folgen vertrauliche Lehren über das Brahman. Das Brahman ist spirituelle Substanz. Die Natur der individuellen Seele, als auch die Natur der Höchsten Seele besteht aus diesem Brahman. Arjuna fragt: „Woran erkenne ich jemanden, dessen Bewusstsein im Brahman ankert? Wie spricht eine solche Person, wie sitzt sie und wie geht sie?” (B.G 2.54) Die Schlussfolgerung gibt das achtzehnte Kapitel: „Jemand, der im Brahman verankert ist, nimmt es überall wahr. Er weiß: „Ich bin ebenfalls dieses Brahman.“ In diesem Verständnis verankert und über das Brahman meditierend, wird er keinen Unterschied zwischen Glück und Leid sehen. Sein Bewusstsein mit dem Brahman verschmolzen, wird er in jeder Situation ausgeglichen bleiben.“ (B.G 18.54) Auch der Vers: „Erfülle deine Pflichten, doch wünsche dir niemals die Früchte deiner Arbeit zu genießen“ (BG 2.47), gehört zur gleichen Lehre. Sie vermitteln die äußeren Aspekte des Brahman. Vertraulichere Unterweisungen Vertraulichere Unterweisungen haben das Wissen von der Überseele zum Thema. Die spirituellen Seelen teilen sich in zwei Gruppen. Erstere sind fehlbare Lebewesen der materiellen Welt. Letztere die Unfehlbaren, die sich in der spirituellen Welt aufhalten. Jenseits dieser beiden ist Paramatma, die Überseele, eine Erweiterung der höchsten Persönlichkeit Gottes. Der Paramatma hält sich im Herzen aller Lebewesen auf und Seine Größe wird mit der unseres Daumens verglichen. Meditiere über diesen Paramatma! Sei nicht entmutigt, wenn du Ihn nicht gleich erreichen kannst, sondern bemühe dich wieder und wieder.“ „Richte deinen Geist nicht weiter auf das zuvor erwähnte, formlose Brahman! Nimm dich in Acht! Es ist extrem schwierig das Bewusstsein auf etwas Formloses zu richten.” (B.G 12.5) Meditiere stattdessen über den Paramatma. „Jemand, der mit der Überseele in Yoga verbunden ist, hat tatsächlich die entsagte Stufe des Lebens erreicht (Sannyasa) und er ist ein wahrhafter Yogi. Es ist nicht möglich ein wahrhafter Sannyasi zu werden, indem man einfach nur seinen Pflichten entsagt oder den Mantra ‘aham brahmasmi’, „Ich bin Brahman“, chantet. (B.G 12.56) Die vertraulichsten und geheimsten Unterweisungen Die vertraulichste Unterweisung finden wir im neunten Kapitel der Bhagavad Gita. Dort vermittelt Krishna transzendentalen hingebungsvollen Dienst. Diesen Anweisungen fehlt es jedoch an einem ganz besonderen Bestandteil: Rasa, den unterschiedlichen Geschmäckern, gelebter Liebe zu Gott! Obwohl diese Unterweisungen zu reiner Bhakti führen, fehlt es ihnen an Rasa. Kommen wir nun zum verborgensten aller Geheimnisse. Es wird uns am Ende des 18. Kapitels offenbart und ist die höchste Stufe von Bhakti. Es ist die Stufe des Bhakti-Yoga, die vollkommen von Rasa erfüllt ist. „Weil du Mir sehr lieb bist, teile Ich mit dir diese am meisten gehütete Unterweisung.“ (B.G 18.64) Wie lautet diese Unterweisung? „Vertiefe deinen Geist und dein Herz in Mir; werde Mein Geweihter; verehre Mich und bringe Mir deine Ehrerbietungen dar. Auf diese Weise wirst du mit Sicherheit zu Mir kommen. Ich verspreche dir dies, weil du Mir sehr lieb bist.“ (B.G. 18.65) Bis dahin hatte Sri Krishna die Verehrung Bhagavans erklärt, bei der sich der Gottgeweihte der überweltlichen Reichtümer des Herrn bewusst ist. Dies ist die Verehrung von Narayana. Der vorliegende Vers spricht über vier außergewöhnliche Tätigkeiten. Die erste Tätigkeit, man-mana bhava: Sei immer in Gedanken an Mich vertieft; die zweite ist mad-bhakto: werde Mein Geweihter; drittens, mad-yaji: verehre Mich; und viertens, mam namaskuru: verneige dich ehrfurchtsvoll vor Mir. Wenn du ersteres nicht tun kannst, dann versuche dich am zweiten. Ist das zu schwierig, dann das dritte. Und wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann bringe mir einfach deine Ehrerbietungen dar, und alles andere wird sich daraus entwickeln.
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Bhagavad Gita 



