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Dhyana Yoga Drucken E-Mail

Dhyana-Yoga - Astanga-Yoga 

Dhyan-Yoga wird auch Astanga-Yoga, der achtfache Yoga-Pfad genannt. Die acht Glieder lauten der Reihe nach: yama, niyama, asana, pranayama, pratyahara, dharana, dhyana und samadhi. Dieser Astanga-Yoga Pfad ist heute sehr beliebt. Man sieht viele Leute, die unter der Anleitung von Yoga-Schulen verschiedene Körper- und Sitzstellungen einnehmen und ihre Atmung kontrollieren. Beispielsweise können sie ihr linkes Bein auf die rechte Schulter legen und viele andere ausgefallene Dinge tun.

YogaWollen wir jedoch durch den Astanga- Yogavorgang ernsthaft Erleuchtung erlangen, steht uns ein schwieriges Unterfangen bevor. Wenn man diesen Yoga für eine Stunde am Tag praktiziert, kann man sehr dehnbar werden und an Gewicht verlieren, und vielleicht kann man auch das eine oder andere physische Probleme lösen. Wenn man jedoch durch die Ausführung dieses Yoga- Systems erleuchtet oder selbstverwirklicht werden will, muss man sehr strikt dem autorisierten Vorgang folgen.

yama und niyama

An erster Stelle stehen yama und niyama. Yama bedeutet: ,das, was getan werden sollte' und niyama bedeutet: ,das, was unterlassen werden sollte.' Mit anderen Worten, Regeln und Regulierungen. Wenn man zu einer Yogaschule geht, wird man diesbezüglich vielleicht folgendermaßen unterwiesen werden: "Oh, du solltest deine Yogakleidung anziehen und etwas Geld bezahlen." Man wird jedoch nicht erfahren, dass man seine Familie, sein Haus und seine Arbeit aufgeben und ins Himalaja- Gebirge ziehen sollte, um dort allein in einer Höhle zu leben. Man wird auch nicht hören, dass man mit niemandem sprechen und nur einmal am Tag einige Früchte und Wurzeln zu sich nehmen sollte. Doch dies ist die eigentliche Bedeutung von yama und niyama.

Eine andere Vorschrift lautet, dass man während der Meditationen auf einem Rehfell sitzen sollte. Weil die Meditation sehr lange Zeit währt, kann es passieren, dass eine Schlange kommt und, durch die Anwesenheit des Yogis agitiert, diesen beißen möchte. Für Schlangen ist es jedoch sehr unangenehm, über ein Rehfell zu kriechen, wenn man daher auf einem Rehfell sitzt, werden sie halt machen und umkehren. Es gehört ebenfalls zu yama und niyama, dass man ein' Schweigegelübde auf sich nimmt und von schmackhaften Speisen Abstand nimmt, ganz zu schweigen von Alkohol und Zigaretten. Man ernährt sich ausschließlich Blättern, Wurzeln und Früchten, verbringt sein Leben in einer Höhle im Wald und toleriert alle Schwierigkeiten, die auf einen zukommen mögen. Das wird yama und niyama genannt.

asana

Die nächste Stufe, asana, sieht vor, dass man die verschiedenen Sitzstellungen praktiziert. Die Veden erklären, dass in der materiellen Welt 8.400.000 verschiedene Lebensformen existieren. Dazu gehören Fische, Insekten, Reptilien, Säugetiere wie Kühe und Affen und sogar die Halbgötter. Jedes dieser Lebewesen besitzt eine bestimmte mystische Kraft. Die Kuh beispielsweise frisst Gras und verwandelt es in Milch. Wie macht sie das? Wenn irgendein Wissenschaftler Gras in Milch umwandeln könnte, wäre dies eine großartige Errungenschaft. Die moderne Wissenschaft würde auch große Schwierigkeiten haben, so etwas wie eine Mücke herzustellen, ein wunderbares kleines Geschöpf, dass in der Luft schweben und sehr geschickt jedem Fangversuch ausweichen kann.

Die Tiere haben großartige mystische Kräfte und sind dadurch sehr mächtig. Ein Hund z.B. hat die Fähigkeit, nur durch seinen Riechsinn herauszufinden, wer sich vor drei Tagen in einem Raum aufgehalten hat. Die verschiedenen Sitzstellungen, die asanas, korrespondieren mit diesen jeweiligen Lebensformen und ihren speziellen mystischen Kräften. Indem man bestimmte asanas einnimmt und meditiert, kann man die Kräfte der niederen und höheren Lebensformen erlangen. Im padmasana, dem Lotussitz, sind alle anderen asanas mit enthalten. Die Yogis nehmen daher sehr häufig diesen maha-asana, diesen ,großen' asana ein und bekommen auf diese Weise alle materiellen Fähigkeiten. 



 
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