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Der verborgene Schatz Drucken E-Mail

In dieser Welt ist es niemandem möglich, wirkliches Glück zu erlangen, und ebenso wird es niemals jemanden geben, der den Tod aufhalten kann. Es gibt jedoch eine transzendentale Wissenschaft, durch deren Verständnis es uns möglich sein wird, Geburt und Tod zu überwinden und vollkommen glücklich zu werden. Diese Wissenschaft ist unter dem Namen ,Bhakti-Yoga’ bekannt. Bhakti bedeutet, reine Hingabe zur Höchsten Persönlichkeit Gottes, und dies ist der Vorgang, durch den wir immerwährendes Glück erlangen werden.

gurudevaEs gab einmal einen sehr armen Jungen, der kein Zuhause und fast nichts zu essen hatte, und der von einem Ort zum anderen irrte, ständig in der Sorge, wie er wohl seinen Lebensunterhalt bestreiten solle. Eines Tages wurde dieser Junge von einem Astrologen, einem alten Freund seines Vaters, aufgesucht. „Ich weiß, wer du bist!“, sprach dieser den Jungen an. „Du bist der Sohn eines sehr reichen Mannes. Ich habe deinen Vater schon seit seiner Jugend gekannt, er war ein guter Freund von mir. Dein Vater hat einen Schatz mit vielen wertvollen Juwelen für dich zusammengetragen“, fuhr er fort, „und diesen in eurem alten, zerfallenen Haus versteckt.

Das Haus hat zwar kein Dach mehr, doch die Grundmauern sind noch aufzufinden. Durch meine astrologischen Kenntnisse kann ich feststellen, wo der Schatz verborgen ist. Du bist eigentlich nicht arm. In Wirklichkeit bist du reich und gesegnet und ich möchte dir dieses Geheimnis offenbaren. Wenn du mit mir kommst und am richtigen Platz gräbst, wirst du vie- le Juwelen und goldene Münzen finden. Du wirst so reich wie dein Vater und aller Sorgen ledig sein. Doch grabe nicht im Süden! Eine giftige Schlange hält sich dort verborgen, die dich tödlich beißen wird. Nimm dich davor in acht. Und gehe auch nicht in den Westen, denn dort befindet sich ein Geist, der dich sogleich verschlingen wird. Sieh dich vor, grabe nicht auf dieser Seite. Und gehe auch nicht in den Norden, denn dort gibt es viele Wespen, die dich angreifen und töten werden. Komm mit mir dorthin, wo dein Vater früher lebte, zu dem Raum im Osten. Dort befindet sich der wunderbare Schatz und dort solltest du graben.“

Der Junge tat wie ihm geheißen, und als er an der richtigen Stelle die Erde nur ein wenig entfernte, kam eine große Truhe mit Goldmünzen und Juwelen zum Vorschein. Der Knabe nahm den Schatz an sich und ward von da an für immer glücklich. Was ist die Botschaft dieser Geschichte? Wer ist der Vater und wer ist der Astrologe? Der reiche Vater repräsentiert Krishna, den Höchsten Herrn, und sein Freund, der Astrologe, ist der Guru, unser spiritueller Meister. Krishna ist unbegrenzt reich. Er kann dieses und alle anderen Universen in einer Minute erschaffen und wieder zerstören, und selbst von seinen Zehennägeln gehen unbegrenzt viele Juwelen und andere Reichtümer aus. Wir sind eigentlich die Erben dieses Herrn, unseres Vaters, doch wir haben jetzt vergessen, was unser Vater für uns bestimmt hat.

„Mein lieber Herr, jemand der ernsthaft darauf hofft, dass Du ihm Deine grundlose Barmherzigkeit erweist, der währenddessen geduldig die Reaktionen auf seine vergangenen schlechten Handlungen hinnimmt und Dir mit seinem Herz, seinen Worten und seinem Körper respektvolle Ehrerbietungen darbringt, ist gewiss dazu geeignet Befreiung zu erlangen, da dies zu seinem rechtmäßigen Erbe geworden ist.“ ....... (S.B. 10.14.8)

Das Wort daya-bhak im original Sanskrittext dieses Verses bedeutet, dass diese Person der rechtmäßige Erbe von Krishna, dem Höchsten Herrn geworden ist. Alle Arten von Reichtümern liegen dem Höchsten Herrn zu Füßen. Nicht nur eine, sondern Hunderte und Tausende von Glücksgöttinnen dienen ständig seinen Lotosfüßen. Wenn wir daher der Erbe dieser reichen Person, unseres Vaters, werden, wird alles Glück zu uns kommen.

Was repräsentiert der Osten? Bhakti-Yoga. In Bhakti können wir immerwährendes Glück auf einfache Weise erlangen, ohne das wir Geld oder viel Energie investieren müssen. Es ist nur eine kleine Bemühung notwendig: 

harer nama harer nama_harer namaiva kevalam
kalau nasty eva nasty eva_nasty eva gatir anyatha
 

„Im diesem Kali-yuga, dem Zeitalter von Streit und Heuchelei, ist das einzige Mittel zur Befreiung das Chanten bzw. Lobpreisen der Heiligen Namen des Herrn. Es gibt keinen anderen Weg. Es gibt keinen anderen Weg. Es gibt keinen anderen Weg.“

Im jetzigen Zeitalter des Streits, dem Kali-Yuga, ist der einzige wirksame Vorgang das Chanten der Heiligen Namen des Herrn. Dies kann sehr einfach getan werden. Jeder Mensch kann chanten, ganz gleich ob er nun Englisch, Deutsch, Hindi, Sanskrit, Spanisch, Chinesisch oder irgend eine andere Sprache spricht. Wir sollten nicht der falschen Vorstellung unterliegen, dass es viele Götter gibt oder dass Gott in viele Teile aufgeteilt ist. Es gibt nur einen Gott. Die Chinesen können diesen einen Höchsten Herrn anrufen, die Christen und Hindus ebenso, und genauso die Vaisnavas, die Verehrer Krishnas. Dieser Gott ist sehr schön, bezaubernd, mächtig und barmherzig. Es ist uns möglich, Ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen und mit Ihm einen liebevollen Austausch in jeder Art von Beziehung haben. Er ist nicht form- oder gestaltlos. Solch eine Vorstellung ist falsch.



 
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"Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der darauf wartet, daß der Fluß versiegt, ehe er ihn überquert."

Horaz (65-8v.Chr., klassischer Dichter Roms)

 
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