| Über Gott |
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Seite 1 von 2 Erläuterungen - von Srila Bhaktivedanta Narayana Maharaja Ein jeder strebt danach, vollkommenes Glück zu erlangen. Heutzutage gibt es viele religiöse Missionare und Strömungen, wie Buddhismus, Christentum und Islam, und all diese Bewegungen haben dafür ihre eigene Theorie. Buddhismus zum Beispiel wird heute in Indien, in China und auf der ganzen Welt gepredigt. Sie behaupten: Folge mir und ich werde dich glücklich machen! Die Buddhisten erklären, dass diese Welt eigentlich gar nicht existiert, dass alles aus dem Nichts entstanden ist und dass es am Ende nur noch die Leere, das Nichts, geben wird. Ihre Philosophie beschreibt immer etwas in dieser Art.
Eine sehr seltsame und eigenartige Philosophie. Wenn alles Nichts ist, wie können Buddhisten dann behaupten, dass sie die Menschen glücklich machen werden? Es ist offensichtlich, dass man von ihnen kein Glück, keine Freude und keinen friedvollen Geist erwarten darf. Manchmal geben sie folgendes Beispiel für das Glück, dass sie sich vorstellen: Es gab einmal einen buddhistischen Guru, der schon um die achtzig Jahre alt war. Dieser ging zu einem Berg, in dem sich eine tiefe Höhle befand. Dort angekommen sagte er zu seinen Schülern, dass er sich jetzt in die Höhle begeben werde und dass sie einen großen Stein vor den Eingang wälzen sollten. In dieser Höhle gab es nichts, keine Nahrung, keine Luft, kein Wasser, nichts. So begann er in dieser Höhle zu sterben. Er wurde so schwach, dass er den Eingang der Höhle nicht mehr öffnen konnte und schließlich sein Leben aufgab. Diejenigen, die dieses Beispiel erzählen, erklären, dass er auf diese Weise das Nirvana erfuhr und glücklich wurde. Wir sollten uns vor solchen Philosophien sehr in Acht nehmen. Wir sehen auch, dass Christen sich an Gott wenden und Ihn um ihr täglich Brot und um viele andere Dinge bitten, aber gleichzeitig die Vorstellung beibehalten, dass Gott keine Form, keine Merkmale, keine Eigenschaften oder sonstige Attribute besitzt. Wenn Gott keine Form und keine Eigenschaften besitzt, wie kann Er ihnen dann barmherzig sein? In ihrem religiösen Buch, der Bibel, wird beschrieben, das Gott den Menschen nach Seinem Ebenbild erschaffen hat. Aus dieser Aussage geht klar hervor, dass Gott eine Form besitzt und dass Er die Menschen nach dem Vorbild Seiner eigenen Form erschaffen hat. Es ist erstaunlich, dass viele Christen diese Tatsache nicht anerkennen, obwohl es gleich im ersten Teil der Bibel beschrieben wird. Man kann das Buch aufschlagen und nachlesen. Gott besitzt eine Form. Selbst in den Schriften der Mohammedaner wird die gleiche Tatsache beschrieben. Obwohl sie Khuda oder Allah als die Höchste Persönlichkeit Gottes ansehen, glauben sie nicht, dass Er eine Gestalt besitzt. Doch sogar in ihren Schriften findet man die Aussage inhallaha kalaka men suratahi, was bedeutet, dass Allah alle menschlichen Körper nach dem Seinen erschaffen hat. Überall wird also dasselbe beschrieben. In den vedischen Schriften wird erklärt, dass Krishna die Form eines sehr schönen Jünglings besitzt, und dass diese jugendliche Form zu allen Zeiten, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft existiert und sich niemals wandelt. Gott ist der Schöpfer, der Erhalter und der Vernichter. Diese Welt wurde von Ihm erschaffen bzw. erzeugt, und Er erhält und verwaltet sie auch. Millionen von Menschen werden jeden Tag geboren und sterben. Einige von ihnen sind reich und wohlhabend, andere dagegen arm, einige besitzen gesunde Augen, andere dagegen sind blind. Wer koordiniert und beaufsichtigt diese Welt? Wer veranlasst, dass man diesen bestimmten Körper mit genau so viel Intelligenz bekommt? Es gibt jemanden, der all dies beaufsichtigt, und diese selbe Person sorgt auch dafür, dass letztlich alles vernichtet wird. Wie kann eine formlose Person ohne Kräfte und ohne Eigenschaften diese Tätigkeiten ausführen? Es muss eine Höchste Person, einen Gott geben, der die größte Persönlichkeit in diesem Universum ist, und dieser Gott muss eine wunder-schöne Form besitzen. Wenn Gott keine Form und keine Eigenschaften wie Barmherzigkeit besäße, welchen Ursprung hat dann diese Welt, in der es so viele Formen und Eigenschaften gibt. Die vedischen Schriften erklären, dass nichts aus Leere oder einem Nichts entstehen kann, sondern dass alles seinen Ursprung in einem Etwas bzw. einer Gesamtheit hat: „Die Höchste Persönlichkeit Gottes ist vollständig und vollkommen, und daher ist alles von Ihm Ausgehende, wie diese sichtbare Welt, ebenfalls vollkommen als vollständiges Ganzes ausgestattet. Was immer vom vollständigen Ganzen erzeugt wird, ist ebenfalls in sich selbst vollständig. Weil Er das vollständige Ganze ist, bleibt Er immer vollständig und ausgeglichen, obwohl so viele vollständige Einheiten von Ihm ausgehen.“ (Isopanisad, Anrufung,) Gott ist akhanda, vollständig und vollkommen. Wir alle sind ewige Diener dieser Höchsten Persönlichkeit Gottes. Er ist wunderschön und jugendlich, und wenn Er in Seiner sehr anziehenden dreifach geschwungenen Körperhaltung auf Seiner Flöte spielt, bezaubert Er alle Wesen, sogar Pflanzen, Bäume und Tiere. Weil Er auch uns, die Menschen, mit Schönheit ausgestattet hat, gibt es so viele schöne Menschen. Gott ist sehr bezaubernd und anziehend, und aus diesem Grund ist Sein Name Krishna. Es ist auch nicht falsch, Ihn Christus nennen. Das Wort Christus hat eigentlich seine Wurzel in dem Wort Krishna. |



Sie können uns jedoch nicht erklären, wie so etwas Wunderbares wie diese Welt aus Nichts entstehen kann. Woher kommen all die verschiedenen Lebensformen wie Menschen, Bäume, Sträucher und Tiere? Wenn wir gar,! nicht existieren, wie kommt es dann, dass wir alle die selbe Welt wahrnehmen, und warum ist es in der Natur eines jeden, nach Glück zu streben? Warum halten es die Buddhisten eigentlich für notwendig zu predigen, wenn die ganze Welt letztlich nicht existiert? Zu wem predigen sie, wenn alles Nichts ist, und wie können sie zu Nichts predigen?
