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Rama-Navami Drucken E-Mail

Der Erscheinungstag von Shri Rama

Eine Vorlesung von Srila Bhaktivedanta Narayana Maharaja, zum Erscheinungstag des Höchsten Herrn Shri Rama. Gesprochen in Mathura, Indien, am 12. April 2003.

MuschelhornHeute ist ein sehr glücksverheißender Tag, der Erscheinungstag des Höchsten Herrn Shri Rama. Rama ist Krishna Selbst, und Sita ist Radhika. Um die regulierenden Prinzipien und rechten Verhaltensweisen (maryada) wiederherzustellen, erschien Krishna in der Form von Shri Rama. Seine Gefährten erschienen ebenfalls im Rama-Lila.

Gopishvara Mahadeva manifestierte sich in Form von Hanuman und Baladeva erschien als Lakshmana. Shatrugna und Bharata sind Seine Waffen, die Muschel (shanka) und das Feuerrad (cakra). Krishna Selbst, in der Form Shri Caitanya Mahaprabhus besprach und verherrlichte die Spiele von Shri Rama.

Valmiki beschrieb die Spiele von Ramacandra mit viel Liebe zum Detail. Er war ein Siddha Mahatma und eine befreite Seele. Die bekannten indischen Geschichten erzählen, dass er in seinem vorherigen Leben ein Dieb war und zum Erwerb seines Lebensunterhalts Menschen tötete. Einmal begegnete er Narada Rishi, diese Begegnung transformierte sein Herz und er wurde zu einem Sadhu. Wie die Schriften erklären, war Valmiki der Sohn eines großen Rishis. Er nahm für lang Zeit Bußen auf sich, und erreichte dadurch Perfektion. Einer seiner Schüler, war ein sehr bekannter Rishi, namens Bharadraja. Eines Tages gingen beide zum Fluss baden. Nachdem Valmiki sein Bad beendet hatte, sah er einen  männlichen und einen weiblichen Kranich-Vogel auf einem Baum sitzen. Ein Jäger traf den männlichen Vogel mit einem Pfeil und der Vogel fiel tot vom Baum. Valmiki wurde wütend und verfluchte spontan den Jäger: „Wie brutal du bist! Wie konntest du das tun? Möge dich all dein Glück verlassen, und deinen Lebtag nicht wieder zu dir zurückkehren."

Während Valmiki zurück in seinen  Ashram ging, dachte er: Warum wurde ich so wütend? Ich nahm an, ein Rishi zu sein und Kontrolle über meine Sinne zu haben. Das Leben ist vergänglich, warum war ich beunruhigt dies zu sehen. Wie nur, konnten solche Worte aus meinem Mund kommen? Seine Worte waren sehr speziell. Sie hatten vier Zeilen des gleichen Metrums (Rhythmus), wie dem der Verse aus dem Ramayana. Er wunderte sich folglich, weshalb diese besonderen Worte dieses speziellen Metrums aus seinem Mund kamen. Brahma erschien und sprach, Du solltest die Spiele von Rama, dem Höchsten Herrn beschreiben. Nimm dazu Verse, die in diesen Metrum  sind. Valmiki entgegnete: Wie kann ich das tun? Da erschien Narada Muni und weihte Valmiki ein. Er sagte:  Meditiere in samadhi über die Spiele von Shri Rama und durch Bhakti werden sie dir in deinem Herzen offenbart werden.  Valmiki befolgte die Anweisungen und als die Spiele begannen sich in seinem Herzen zu manifestieren, fing er an das Ramayana zu schreiben.

Valmiki lebte zur gleichen Zeit auf der Erde wie der Herr Ramacandra, aber Valmiki hatte bereits über die meisten Seiner Spiele geschrieben bevor Rama sie vollführte.  Er hatte aber nicht über das Eingehen Sitas in die Erde geschrieben. Warum hat er nicht darüber geschrieben? Weil er Ramas Spiele - Sitas zwei Söhnen, Luv und Kusch lehrte.  Wenn er ihnen im Voraus erzählt hätte was mit Sita passiert, wären sie sehr beunruhigt gewesen. Auf ähnliche Weise lehrte Shrila Vyasadeva niemals das Shrimad Bhagavatam, aber er unterwies später Shri Shukadeva Gosvami, der es dann in aller Welt predigte. So lehrte Valmiki Rishi 'Rama-Lila' zu Luv und Kusch.

ChakraMaharaja Dasharatha ist der wahre Vater des Herrn, Leben für Leben, und Kaushalya ist seine Mutter. Sie sind die ewigen Eltern von Krischna in Seinen verschiedenen Manifestationen. Yashoda und Nanda  sind nicht verschieden von Dasharatha und Kaushalya. Maharaja Dasharatha war beinahe ein alter Mann geworden und er war beunruhigt, dass er keinen Sohn gezeugt hatte. Deshalb bat er seinen spirituellen Meister, Vashista Rishi, 'parestra yakhya' durchzuführen, ein Opfer mit dem Ziel einen Sohn zu bekommen. Der süße Milchreis (kheer), der im Opfer dargebracht worden war, wurde an seine drei Frauen verteilt. Die Hälfte bekam Kaushalya, ein Viertel ging an Kaikeyi und ein Viertel wurde an  Sumitra verteilt. Nach einiger Zeit gebaren alle drei Königinnen einen  Sohn. Kaushalya - Rama, Kaikeyi - Bharata und Sumitra brachte Lakshmana und Shatrugna  zur Welt. Sie wurden geliebt, spielten Kindheitsstreiche und gingen in den Ashram von Valmiki. Zusammen mit Vishvamitra Rishi kamen sie zu einem Ashram, wo sie zwei Dämonen töteten, die die Opferzeremonien der Rishis störten. Rama befreite auch Ahalya, die durch den Fluch ihres Ehemannes in einen Stein verwandelt worden war.Angenommen ihr habt eine Amla-Frucht in euren Händen, dann könnt ihr sie genau betrachten. Ähnlich war es mit Valmiki, der durch den Segen Naradas all diese Spiele so klar sah, als ob sie vor seinen Augen geschehen wären. Zusammen mit Vishvamitra und Lakshmana, ging Rama nach Janakapuri zur Brautschau ('Svajambara') von Sita devi. Hier zerbrach er den Bogen des Halbgottes Shiva, den Maharaja Janaka von Parashurama empfangen hatte. Daraufhin erschien Parashurama und goss all seine Wut aus, die in seinem Herz war. Als Parashurama aber erkannte, dass Rama den Bogen ohne jede Anstrengung hatte spannen können und dieser dabei zerbrach, wusste er, dass es der Höchste Herr, Rama, der wirkliche Ursprung ('amsi') war, von dem er Selbst manifestiert worden war.

Rama sprach zu ihm: Jetzt, da der Bogen in meinen Händen ist, muss ich etwas töten- entweder dich oder den Zorn in deinem Herzen. Vormals musste Parashurama sehr wütend sein, um all die dämonischen Könige zu vernichten, welche die Erde regierten. Nun war das Werk getan und demzufolge sagte Rama: Ich sollte den Zorn in dir töten."  Parashurama antwortete: Ja, bitte nimmt diese Wut weg, die in meinem Herzen ist. Nachdem Rama den Zorn entfernt hatte, verwandelte sich Parashurama in einen Rishi und nahm dann viele Bußen auf sich. Rama und Sita devi wurden dann verheiratetet und kehrten nach Ayodhya zurück.



 
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