| Vegetarismus |
|
|
|
Seite 1 von 2 Vegetarismus beginnt mit dem Wissen, dass andere Lebewesen Gefühle haben und dass ihre Empfindungen den unseren ähnlich sind. Dieses Wissen hilft uns, unser persönliches Bewusstsein dahingehend zu erweitern, auch das Leiden anderer zu berücksichtigen. In einem Essay mit dem Titel The Ethics of Vegetarianism (aus dem Journal der Nordamerikanischen Vegetarischen Gesellschaft) wird die falsche Vorstellung „humaner“ Tierschlachtungen bloßgelegt:
Das Leben eines gefangengehaltenen Schlachttieres ist von vorn bis hinten unnatürlich – angefangen mit der künstlichen Aufzucht, abscheulichen Kastrationen und/oder Hormonbehandlungen, über die Verfütterung abnormaler Nahrung zu Mästungszwecken, bis hin zu langen Transporten in extremen Unbehagen und schließlich dem grausamen Ende. Mastanlagen, Elektroschocks, Schwanzumdrehen und andere bestialische Torturen, kurz, die nackte Angst – all dies gehört nach wie vor zum Alltagsbild der meisten Tierfarmen, Viehtransportfirmen und Schlachthöfe. Dies alles zu tolerieren und sich lediglich der herzlosen Brutalität, mit der das Tier in den letzten Sekunden seines Lebens konfrontiert wird, zu widersetzen, ist schlicht eine Sinnverdrehung des Wortes `human`.“ Die Wahrheit über Tierschlachtungen ist alles andere als angenehm – die kommerziellen Schlachthäuser machen Höllenvisionen Konkurrenz. Schreiende Tiere werden durch Hammerschläge, Elektroschocks oder Bolzenschusswaffen betäubt. Sie werden an den Beinen in die Luft gezogen und auf vollautomatischen Fließbandanlagen durch Fabriken des Todes befördert. Die Kehle wird ihnen bei lebendigem Leibe durchgeschnitten und ihr Fleisch schon verarbeitet, während sie noch zu Tode bluten. Die Verstümmelung und Schlachtung von Farmtieren ist von den Bestimmungen, die zum Schutz von Haustieren und sogar Laborratten erlassen wurden, ausgenommen. Viele Menschen würden ohne Zweifel Vegetarier werden, wenn sie einmal ein Schlachthaus besuchten oder wenn sie die Tiere, die sie essen, selbst schlachten müssten. Schlachthausbesuche sollten für alle Fleischesser obligatorisch sein. |



„Viele Menschen beruhigen ihr Gewissen mit dem selbstgefälligen Gedanken, dass Tiere in unserer heutigen Zeit `human` geschlachtet werden, und so weisen sie jeden humanitären Einwand gegen den Fleischgenuss von vornherein zurück. Leider nur sieht die Realität allzu anders aus. 

