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Advaita Saptami Drucken E-Mail

Die Ursache der materiellen Welt

Advaita Saptami (siebter Tag der zunehmenden Mondphase) ist der Tag an dem Sri Advaita Acarya in dieser Welt erschien. Sri Advaita Acarya, die Ursache der materiellen Welt, erscheint zuerst. Dann  erscheint Sri Nityananda Prabhu am Tag des Trayodasi (dreizehnter Tag der zunehmenden Mondphase), und dann steigt Sri Caitanya Mahaprabhu Selbst, zu Purnima (Vollmond) mit der Ausstrahlung von Radha-bhava in diese Welt hinab. Auf diese Weise beginnen die Spiele von Sri Caitanya Mahaprabhu.

Eine Vorlesung von Srila Bhaktivedanta Narayana Maharaja ...

vande tam srimad-advaitacaryam adbhuta-cestitam
yasya prasadad ajno api tat-svarupam nirupayet

(Sri Caitanya-caritamrta Adi-Lila 6.1)

Sri Advaita Acarya “Ich bete zu Sri Advaita Acarya, der besonders wunderbare Spiele ausführt, dass ich durch seine Barmherzigkeit in der Lage sein werde die schwer zu begreifenden philosophischen Wahrheiten seines Ruhmes zu beschrieben.

Was ist die Natur dieser wunderbaren Spiele? Als er Sri Nityananda Prabhu sah, begann Advaita Prabhu sich zu beklagen. “Von wo ist dieser avadhuta (jemand der sich an keine gesellschaftlichen Regeln hält)  gekommen? Heute ist er in unser Haus gekommen und hat Prasadam in alle Richtungen geworfen! Er weiß nicht welcher Kaste Er angehört, in der Tat gehört Er gar keiner Kaste an. Wir sind Brahmanas, die besten der Gesellschaft, und Er hat Prasada auf die Körper aller hier anwesenden geschleudert.” Daraufhin sagte Nityananda Prabhu, “O aparadhi (vergehensvolle Person)! Du begehst ein Vergehen zu Mahaprasada. Du siehst es als gewöhnliches Essen an und weißt nicht, dass wessen Körper auch immer von diesem Prasada berührt wird - augenblicklich Maya (die Illusion) verschwindet.” Auf diese Weise gab es für gewöhnlich einige Streitereien zwischen ihnen. Wann sie zum Baden gingen gab es mit Sicherheit Wortgefechte.

Zu dieser Zeit war  Nityananda Prabhu sehr jung. Sri Caitanya Mahaprabhu war der jüngste, danach kam der Höchste Herr Nityananda, und der älteste unter ihnen war Sri Advaita Acarya, dessen Gedanken manchmal recht schwer nachzuvollziehen sind.

Sri Advaita Acarya sandte ein mysteriöses Sonnet an Sri Caitanya Mahaprabhu.

baulake kahiha -  Loka ha-ila baula
baulake kahiha - hate na vikaya caula
baulake kahiha - kaye nahika aula
baulake kahiha - iha kahiyache baula

“Ein Verrückter sendet eine Nachricht an einem anderen Verrückten. Es braucht keinen Reis mehr auf dem Marktplatz, es ist nun an der Zeit den Laden zu schließen.” (Caitanya-caritamrta Antya-lila 19.20,21)

Beinahe niemand konnte dieses Sonnet verstehen. Als Er es las, reagierte Sri Caitanya Mahaprabhu ein wenig gleichgültig. Nur Sri Svarupa Damodara konnte  Sri Advaita Acaryas Gefühle ein wenig verstehen, und niemand sonst. Das Sonnet wies darauf hin, dass ein Verrückter, Sri Advaita Acarya - der berauscht ist von Krishna-Prema (vollkommene Liebe zu Gott), eine Nachricht an einen anderen Verrückten, Sri Caitanya Mahaprabhu, sandte. “Es wird kein Reis mehr gebraucht” bedeutet, dass Prema von Ihm an jeden verteilt wurde, und nun ist die Aufgabe erfüllt. “Deshalb sollte der Laden geschlossen werden” bedeutet, “Deine Spiele in der materiellen Welt sollten jetzt ein Ende finden.” Auf diese Weise, sind Sri Advaita Acaryas Spiele mysteriös und wundervoll.

Die Kernaussage der Bhagavad-gita propagiert Bhakti, zurzeit von Sri Advaita Prabhus Erscheinen hat dies aber niemand so erklärt. Die Botschaft der Gita ist voll von Hingabe –  visate tad anantaram (Bhagavad-gita 18.55): “Schlussendlich geht er in Mich ein.” Advaitavadis (Unpersönlichkeitsphilosophen) interpretieren, dies würde bedeuten Bhagavan und die Jiva verschmelzen ins Brahman und werden eins. Sie sagen, dass durch das chanten von “aham brahmasmi” und durch Meditationsübungen, die scheinbare Individualität der Seelen aufgelöst wird und sie schlussendlich verschmelzen. Die Advaitavadis sagen auch, dass die materielle Welt falsch ist  und dass letzten Endes nur das unpersönliche Brahman existiert. Sri Advaita Acarya gab als erster die Erklärung von Bhakti für diese Verse: satatam kirtayanto mam (Bhagavad-gita 9.14); ananyas cintayanto mam, ye janah paryupasate (9.22); and Bhaktim labhate param (18.54) – letzten Endes werden wir Bhakti erreichen. Durch das Medium der in diesen Versen beschrieben Unterweisungen, folgt: visate tad anantaram – wir erreichen Bhakti. Es ist nicht so, dass wir Bhagavan im Brahman treffen, und in „unterscheidungsloses“ Licht eingehen. Visate bedeute, dass wir in Sein Reich (Dhama) eingehen und Seinen Dienst erreichen, und einige Leute Versuchen diese Bedeutung zu verändern.

MahaprabhuNach einige Zeit jedoch, als Sriman Mahaprabhu in Seinem Jugendalter war, ging Sri Advaita Acarya nach Santipur, und begann ebenfalls die Bedeutung von visate tad anantaram als “aham brahmasmi: alle Seelen werden mit dem Brahman verschmelzen” zu erklären. Als Sri Caitanya Mahaprabhu davon hörte ging Er nach Santipur, zog Ihm Bart und schlug Ihn, bis schließlich Srimati Sita devi, Advaita Acaryas Frau kam und Ihn beschützte.

Dies ist ebenfalls wundervoll, denn da Sri Advaita Acarya geschlagen worden war, wurde er sehr froh und begann zu tanzen. Sri Caitanya Mahaprabhu hatte Ihm zuvor Ehrerbietungen (pranama) und Dienst dargebracht, und Ihm den Respekt erwiesen der jemandes Guru gebührt. Dies war so da Sri Advaita Prabhu ein Schüler von Sri Madhavendra Puri, dem spirituellen Meister von Sriman Mahaprabhus Guru war. Mahaprabhu dachte, “Er ist ein Schüler Meines parama-guru, somit ist es Meine Pflicht Ihm Ehrerbietungen und Dienst darzubringen. Er ist verehrenswürdig für Mich, und deshalb sollte Ich Ihn respektieren und verehren.”

Es war um Sich aus dieser Situation zu befreien, dass Sri Advaita Acarya die nirvisesa-vada (unpersönliche und unterscheidungslose) Erläuterung der Gita gab. Als Sri Caitanya Mahaprabhu zornig wurde und begann Ihn zu schlagen, sagte Advaita Acarya, “Heute ist Mein Dienst erfolgreich geworden. Ich wollte, dass du Meinen Dienst annimmst, da Du älter bist als Ich. Wer könnte ranghöher sein als Du?” Mahaprabhu wurde daraufhin beschämt.



 
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"Das Wunderbare an der Bhagavad-Gita  ist, daß in Ihr eine ungelehrte, erlebte Weisheit sich als helfende Güte offenbart. Diese Schöne Offenbarung, diese Lebensweisheit, diese zu Religion erblühte Philosophie ist es, die wir suchen und brauchen." Hermann Hesse

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